Ende September machten sich vier Taucher mit vollbepacktem Auto auf den Weg nach Spanien.
Nach 12 Std Fahrt war das Ziel erreicht. Calella, ein kleiner Fischerort an der Costa Brava, an den es uns seit vielen Jahrzehnten immer wieder hinzieht.
Bereits beim ersten Strand-Tauchgang, war schon einiges zu entdecken: Ein Krake, der auf allen „Achten“ über den Felsen in seine sichere Höhle huschte, einige Gruppen von Goldstriemenbrassen, die gelassen das Seegras ab knapperten, sowie eine Muräne, die uns aus einer Felsspalte beobachtete.
In den Folgetagen ging es dann mit dem Boot hinaus zu den ca. 2 km entfernten Riffen, die aus 40m Tiefe teils bis zur Wasseroberfläche ragen. Wie in früheren Jahren waren aus der Tiefe imposante ‚Wolken‘ von Fahnenbarschen zu bestaunen. Große Sardinenschwärme schwammen ganz aufgeregt im zick-zack. Es waren hungrige Barakudas, die die kleinen Fische wie ein Keil immer wieder auseinandertrieben. Neben einigen Zackenbarschen waren auch diesmal sehr viele Muränen zu sehen.
Allerdings war auch eine traurige Sache festzustellen. Die früher so wunderschönen neongelb leuchtenden Gorgonien, die dicht an dicht die Riffwände bedeckten, waren zum großen Teil abgestorben und der verbleibende Rest mit schleimigen Fadenalgen bedeckt. Dies ist wohl dem zu schnell erwärmten Mittelmeerwasser durch den Klimawandel geschuldet.
Abgesehen von dieser nachdenklichen Erkenntnis hatten wir sehr schöner Tauchgänge.
Auch über Wasser hat es Spaß gemacht. Wir unternahmen eine schöne Wanderung entlang der Küste hoch zum Leuchtturm von Llafranc mit einer tollen Aussicht. Außerdem war noch Zeit genug für einen Besuch in der naheliegenden Kleinstadt Palafrugell sowie der Keramikstadt La Bisbal.